Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Weltwirtschaft verzeichnete im ersten Halbjahr 2016 ein verhaltenes Wachstum. Der Aufschwung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften blieb mäßig und die Wachstumsdynamik ließ in einer Vielzahl von Schwellenländern deutlich nach.

Die insgesamt moderate konjunkturelle Erholung im Euroraum setzte sich im Berichtszeitraum fort. Gemäß Angaben des Statistischen Amts der Europäischen Union stieg das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Euroraum im ersten Quartal 2016 um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorquartal und im zweiten Quartal 2016 um 0,3 Prozent.

Der anhaltende Aufschwung in Deutschland war maßgeblich getrieben von starker binnenwirtschaftlicher Aktivität. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, stieg das reale BIP im ersten Quartal 2016 um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorquartal und im zweiten Quartal 2016 um 0,4 Prozent.

Nach einem soliden Jahresbeginn stagnierte die französische Wirtschaft im weiteren Verlauf des Berichtszeitraums. Nach Angaben des Statistischen Amts Insee stieg das reale BIP im ersten Quartal 2016 um 0,7 Prozent, stagnierte jedoch im zweiten Quartal 2016.

Da das EU-Austritts-Votum in Großbritannien erst zur Jahresmitte erfolgte, hat es im ersten Halbjahr 2016 keine konkret quantifizierbaren Auswirkungen auf das reale BIP gehabt. Dies erhöhte sich in Großbritannien um 0,4 Prozent im ersten und um 0,6 Prozent im zweiten Quartal 2016.

In den USA fiel das Wachstum der Wirtschaft in den ersten Monaten des laufenden Geschäftsjahres geringer als ursprünglich erwartet aus. Das reale BIP wuchs im ersten Quartal 2016 mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 0,8 Prozent. Im zweiten Quartal 2016 nahm das reale BIP nach ersten Berechnungen des Bureau of Economic Analysis annualisiert um 1,2 Prozent zu.

Die bisherigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen liegen insgesamt leicht unter der im zusammengefassten Lagebericht 2015 erwarteten Tendenz für das laufende Jahr.

Entwicklung relevanter Märkte

Die europäischen TV-Werbemärkte entwickelten sich im ersten Halbjahr 2016 überwiegend positiv. Die TV-Werbemärkte in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Belgien und Kroatien verzeichneten ein leichtes bis moderates Wachstum, während der spanische TV-Werbemarkt erneut stark wuchs. Der ungarische TV-Werbemarkt entwickelte sich hingegen rückläufig.

Die physischen Buchmärkte entwickelten sich im ersten Halbjahr 2016 überwiegend positiv. Die physischen Buchmärkte in den USA und Großbritannien verzeichneten ein deutliches bis starkes Wachstum, während die physischen Buchmärkte in Spanien und Deutschland nahezu unverändert blieben.

Die Zeitschriftenmärkte in Deutschland und Frankreich waren im Berichtszeitraum durch moderat bis stark rückläufige Print- Anzeigenmärkte und moderat rückläufige Vertriebsmärkte geprägt, während die Digitalmärkte ein starkes Wachstum verzeichneten.

Die weltweiten Musikverlags- und Tonträgermärkte wiesen ein moderates Wachstum auf.

Die für Arvato relevanten Dienstleistungsmärkte zeigten in den ersten sechs Monaten 2016 ein moderates bis deutliches Wachstum.

Die relevanten Druckmärkte in Deutschland, Frankreich und Großbritannien entwickelten sich im ersten Halbjahr 2016 rückläufig, wobei sich der Offset-Markt deutlich stabiler entwickelte als der Tiefdruckmarkt. Der nordamerikanische Buchdruckmarkt verzeichnete im gleichen Zeitraum einen moderaten Rückgang.

Die US-amerikanischen Bildungsmärkte sind im ersten Halbjahr 2016 in den für Bertelsmann relevanten Marktsegmenten E-Learning in den Bereichen Gesundheitswesen und Technologie, Online-Dienstleistungen und Hochschulbildung erwartungsgemäß stark gewachsen.

Die bisherigen Entwicklungen der relevanten Märkte liegen im Wesentlichen im Rahmen der im zusammengefassten Lagebericht 2015 erwarteten Tendenz für das laufende Jahr.