Mit Blick auf das Gesamtjahr 2016 wird erwartet, dass die Weltwirtschaft weiterhin in moderatem Tempo wächst. Die Aussichten für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften werden durch die günstigen Finanzierungsbedingungen und den anhaltenden Beschäftigungszuwachs gestützt. Dagegen ist der Ausblick für die Schwellenländer nach wie vor mit mehr Unsicherheit behaftet. Die Konjunktureinschätzungen des Instituts für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW) zur weltwirtschaftlichen Entwicklung liegen mit 3,1 Prozent für das Jahr 2016 unter den bisherigen Erwartungen. Zudem erhöhten sich die weltwirtschaftlichen Risiken nach dem Brexit-Referendum.

Für den Euroraum wird unverändert mit einer moderaten konjunkturellen Erholung gerechnet. Das IfW geht von einem Wachstum des realen BIP von 1,7 Prozent für das Jahr 2016 aus. In Deutschland dürfte sich das moderate Wirtschaftswachstum fortsetzen. Die Einschätzungen des IfW für den Anstieg des realen BIP im Jahr 2016 liegen mit 1,9 Prozent knapp unter den bisherigen Erwartungen. Die konjunkturelle Expansion in Frankreich dürfte sich 2016 mit einem realen Wachstum von 1,6 Prozent etwas beschleunigen. Die Erwartungen zur konjunkturellen Entwicklung in Großbritannien wurden hingegen herabgestuft. Das IfW rechnet in diesem Jahr mit einem geringeren Anstieg des realen BIP von 1,8 Prozent. Für die USA rechnet das IfW mit einem ebenfalls unter den bisherigen Einschätzungen liegenden Wachstum des realen BIP von 2,0 Prozent für das Jahr 2016.

Die vorliegenden Einschätzungen unterliegen nach wie vor einem hohen Ausmaß an Unsicherheit, da die wirtschaftlichen Entwicklungen nur unzureichend prognostizierbar sind. Es bestehen nach wie vor Risiken für die weltweite Konjunktur. Geopolitische Krisen, Staatsdefizite, Währungsturbulenzen oder die in einigen Industrieländern hohe Arbeitslosigkeit könnten die Wirtschaftsentwicklung beeinträchtigen. Zusätzlich sorgt eine hohe Volatilität an den Finanzmärkten für Unsicherheit. Die hieraus resultierenden Entwicklungen könnten sich negativ auf die Konjunkturlage auswirken, die ein wichtiger Einflussfaktor für die Geschäftsentwicklung von Bertelsmann ist.

Bertelsmann bestätigt die Prognose. Auf vergleichbarer Basis der Prognoseangaben aus dem Geschäfts-
bericht 2015
rechnet Bertelsmann für das laufende Geschäftsjahr weiterhin mit einem leicht steigenden Umsatz sowie einem stabilen Operating EBITDA. Auch aufgrund eines erhöhten investierten Kapitals wird für das Geschäftsjahr 2016 unverändert ein stark abnehmender BVA erwartet.

Den Prognosen liegt die gegenwärtige Geschäftsausrichtung des Bertelsmann-Konzerns zugrunde, die im Kapitel „Unternehmensprofil“ dargelegt ist. Generell spiegeln die Prognosen eine Risiko- und Chancenabwägung wider; sie basieren auf der operativen Planung und der mittelfristigen Vorschau für die Unternehmensbereiche. Alle Aussagen hinsichtlich der möglichen zukünftigen konjunkturellen und geschäftlichen Entwicklung stellen Einschätzungen dar, die auf Basis der derzeit zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen und/oder weitere Risiken eintreten, können die tatsächlichen Ergebnisse von den erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr für die Angaben kann daher nicht übernommen werden.