Übrige Rückstellungen  

31.12.201431.12.2015
in Mio. €davon
> 1 Jahr
ZuführungAuflösungVerbrauchSonstige EffekteVeränderung Konsolidierungs-
kreis
Aufzinsungdavon
> 1 Jahr
Restrukturierung1472042-14-9221867
Drohverlustrisiken1421679-5-93212515
Rechtsstreitigkeiten1266518-25-9-510557
Garantien und Gewährleistungen1674-2-8142410
Verkauf und Vertrieb113-3-1111
Sonstige Personalleistungen266-2-22-129
Sonstige863531-18-1328833
554143183-69-21816-13468122

Die Restrukturierungsrückstellungen umfassen gemäß IAS 37 die Kosten für Personalabbau und sonstige Kosten, die mit der Beendigung von Unternehmensaktivitäten im Zusammenhang stehen. Für verschiedene Restrukturierungsprogramme innerhalb des Bertelsmann-Konzerns bestehen Rückstellungen in Höhe von 86 Mio. € (Vj.: 147 Mio. €), darunter für strukturell rückläufige Geschäfte wie Druck, Replikation, Club und Direktmarketing. Aufgrund mangelnder wirtschaftlicher Perspektive wurde im Juni 2014 beschlossen, die zu Corporate Investments gehörenden Aktivitäten der deutschsprachigen Clubgeschäfte schrittweise zum Jahresende 2015 einzustellen, die hierfür im Jahr 2014 gebildete Rückstellung betrug zum 31. Dezember 2015 18 Mio. € (Vj.: 22 Mio. €). Für weitere Restrukturierungsmaßnahmen wurden im Geschäftsjahr 2015 in den Unternehmensbereichen Arvato und Gruner + Jahr Rückstellungen in Höhe von 24 Mio. € und 10 Mio. € zugeführt.

Die Rückstellungen für Drohverlustrisiken betreffen in Höhe von 93 Mio. € (Vj.: 111 Mio. €) die RTL Group und wurden im Wesentlichen für Programmrechte erfasst, darunter für Sportsendungen in Höhe von 7 Mio. € (Vj.: 16 Mio. €). Auf die Mediengruppe RTL Deutschland entfallen 49 Mio. € (Vj.: 67 Mio. €) und weitere 41 Mio. € (Vj.: 42 Mio. €) auf Groupe M6. Zuführungen betreffen in Höhe von 52 Mio. € Drohverlustrisiken für Filme und Serien und in Höhe von 7 Mio. € Drohverlustrisiken für Sportsendungen.

Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten entfallen mit 92 Mio. € (Vj.: 111 Mio. €) im Wesentlichen auf Unternehmen der RTL Group. Sie decken erwartete Belastungen aus zum Teil mehrjährigen gerichtlichen Verfahren und außergerichtlichen Auseinandersetzungen ab. Hinsichtlich einer kartellrechtlichen Rechtsstreitigkeit wird auf den Risikobericht im zusammengefassten Lagebericht verwiesen.

Die übrigen sonstigen Rückstellungen enthalten unter anderem eine Rückstellung in Höhe von 27 Mio. € (Vj.: 30 Mio. €) für Ausgleichsverpflichtungen aus Pensionsansprüchen von Mitarbeitern des Prinovis-Standortes Ahrensburg gegenüber der Axel Springer SE.